1.11

~Kapitel 5~

Und nun sitze ich wieder hier.In meinem Zimmer in der finstersten Ecke irgendwo in Duisburg.Erinnere mich somit an den tränenreichsten Abschied meines Lebens.Von meinen vier Jungs natürlich.Zuerst von Gustav.Bei dem Braunäugigen hatte ich genauso eine große Schwäche gezeigt,wie später bei Bill.Tränen flossen in riesigen Mengen.Danach kam Georg an die Reihe.Es spielte sich genau dasselbe Szenario ab wie bei Gustav,denn ich hatte den Bandältesten total in mein Herz geschloßen.Zum Schluß kamen die Twins dran.Zuerst Tom.Er drückte mich so derbst fest an sich,das ich fast gar keine Luft mehr bekam,während ich in sein übergroßes T-Shirt schlurzte.Jetzt musste ich die bitterste der vier Pillen schlucken und mich so kurz und schmerzlos von Bill verabschieden,wie es nur ging.
Damit belog ich mich nur selbst,denn ich wusste von Anfang an,das es nicht ging.Sekundenlang lagen wir beide uns gegenseitig in den Armen.Bill flüsterte mit seiner zuckersüßen Stimme:,,Ich werde an dich denken und dich derbst vermissen,meine Shadow."Danach hatte uns David leider auseinander gerißen,denn es war ihm viel wichtiger seine vielen Termine pünktlich einzuhalten,als zwei Menschen,die sich aufrichtig und innig liebten.Dieser Mann war zumindest in meinen Augen kein guter Mensch gewesen.
Aber vielleicht dachten viele der weiblichen Anhängerinnen von Tokio Hotel in dieser Hinsicht änlich wie ich?Die vier Magdeburger stiegen jetzt jedenfalls in ihren schwarzen Tourbus und ich sah ihnen solange nach,bis sie an der nächsten Straßenecke verschwunden waren.Irgendwann machte ich mich auf den Weg nach Duisburg-zurück in mein altes Leben ohne Bill Kaulitz aus Liotsche.Hier hielt mich wirklich nichts mehr-auch nicht das Hotel,welches Bill für uns zwei gebucht hatte.Meine Ma freute sich nicht besonders mich zu sehen.Das beruhrte übrigens auf Gegenseitigkeit,denn ich war auch nicht besonders glücklich darüber wieder zuhause zu sein.Die meiste Zeit über tat ich rein gar nichts-außer auf meinem Bett zu liegen und zu weinen.Mein Handy zeigte überhaupt keine Reaktion.Mein Leben erschien mir vollkommen sinnlos.Stunde für Stunde fiel ich nun in ein sehr tiefes schwarzes Loch,aus dem es keinen Ausweg gab.Machte mich auf den Weg in die Küche,als es schon ganz dunkel war und meine Ma bereits seit einigen Stunden schlief.

11.2.07 14:34

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